MED CAMPUS GRAZ

Energy Design

Das Energy Design eines Gebäudes beinhaltet die Entwicklung von Strategien und Konzepten zur Ausnutzung der instationären Energieflüsse im Umfeld des Gebäudes; um optimale thermische, licht- und lufttechnische Konditionen im Gebäude herzustellen und darüber hinaus, nutzbare Energie zu erzeugen, welche sowohl im Gebäude selbst verwendet als auch ins städtische Umfeld des Gebäudes exportiert werden kann. Das übergeordnete Ziel ist die Maximierung der Gebäudeenergieperformance und die Entwicklung von zukunftsfähigen Gebäuden.

Ein Gebäude soll innerhalb eines natürlichen Umfelds mit sich ständig verändernden und oft stark schwankenden Konditionen in der Regel relativ konstante interne raumklimatische, lichttechnische und akustische Konditionen aufrecht erhalten. Dieses Ziel kann auf zweierlei Weise erreicht werden; indem die natürlichen Konditionen und Kräfte so weit wie möglich herausgehalten werden und die inneren Konditionen mittels Gebäudetechniksystem hergestellt werden oder aber indem man durch die Konfiguration der Gebäudeform, -konstruktion und –haut die äußeren Konditionen und Kräfte nutzt, um zu den gewünschten inneren Konditionen zu gelangen. Ich schlage den zweiten Ansatz vor, bei welchem – ähnlich wie Strategien, die in asiatischen Kampfsportarten angewandt werden, die „angreifenden“ Kräfte abgefangen und ausgenutzt werden – um das gewünschte Ergebnis zu erzielen.

Neben der Ausnutzung, der im Gebäudeumfeld auftretenden instationären Energieflüsse gilt es, auch die im Gebäude von den vorgesehenen Nutzungen hervorgerufenen Energieflüsse ins Gesamtenergiekonzept zu integrieren und auszunutzen. Dies ist ein wichtiger Aspekt bei den Konzepten, welche wir für den Neubau der Medizinischen Universität in Graz in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Riegler Riewe entwickelt haben. Die verschiedenen Anforderungen der vielfältigen Nutzungen der hier zu planenden Forschungslabore, Hörsäle und Büros.

Prof. Brian Cody

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